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corinaUnser Namenloses Nilpferd ist auf Weltreise - Teil 5!

Da standen wir nun. Es würde nicht so einfach sein, einen guten Rechtsanwalt zu finden und den müssten wir vermutlich auch fürstlich bezahlen. Spenden mussten her, aber wie?

Wir entschlossen uns, es mit crowdfunding zu probieren. Als Belohnung für Spenden stellten wir ein persönliches Interview mit dem Nilpferd, ein Essen mit dem Nilpferd und diverse andere Sachen in Aussicht. Wir waren zwar nicht sicher, wie unser Nilpferd darauf reagieren würde, aber diese Suppe hatte es sich ja selbst eingebrockt.

Gleichzeitig kontaktierte ich die große Zeitung, die alle lesen aber keiner gibt es zu. Ihr wisst schon, die, bei der man schon beim Anfassen das Gefühl hat, Blut fließt an den Händen herunter. Wir boten eine Exklusiv-Story an - natürlich für ein fürstliches Salär.

Die Zeitung war erst völlig abgeneigt, aber als wir dann die Sache mit dem BND Ausweis erwähnten, waren sie Feuer und Flamme. Sie wollten sogar den Anwalt bezahlen, wenn sie die Story bekämen. Das war doch ein Wort! Wir nutzten also das gespendete Geld vom crowdfunding, um einen Anwalt zu bezahlen, der den Vertrag mit der Zeitung aufsetzte. Das war fast so teuer als hätten wir den Anwalt fürs Nilpferd selbst bezahlt. Aber die Zeitung ließ auch keinen Versuch aus, uns übers Ohr zu hauen! Schlussendlich hatten wir den Vertrag, zwei Anwälte aber kein Nilpferd. Das war immer noch verschwunden.

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corinaUnser Namenloses Nilpferd ist auf Weltreise - Teil 4!

Tja, da waren wir sprachlos. Ein aus einem Gefängnis ausgebrochenes Nilpferd ist ja schon eine Sensation für sich. Nilpferde sind eine gefährdete Spezies, da sperrt man sie doch nicht mit Verbrechern zusammen!

Unser Außenminister war "not amused", was er uns auch sofort zu spüren gab.

Als wir dachten, es könne nicht schlimmer kommen, kam es natürlich noch schlimmer. Ein aufgelöster Mensch kam in den Raum gestürzt und faselte was von "Terroranschlag!" "Staudamm" und "Nilpferd!"

Irgendwie passten diese drei Worte aber nicht zusammen. Oder etwa doch?

Die Kanzlerin griff zum Telefon und beorderte noch irgendwelche hochrangigen Diätenempfänger zu sich.

Langsam wurde es voll, die Luft war zum Schneiden dick und niemand kam auf die Idee, uns etwas zu trinken anzubieten. Und solchen Leuten werfen wir unsre Steuergelder in den Rachen!

Ich beschloß, uns etwas von unsren Steuern zurück zu holen.

Ich fragte den Außenminister, ob er mit seinem Bus gekommen sei, dann würde es ihm doch sicher nichts ausmachen, uns kurz beim nächsten Laden etwas zu trinken zu besorgen.

Ich sag Euch, der Mann sieht mit rot angelaufenem Kopf echt ... ja man kann es nicht beschreiben wie ... aus.

Wir bekamen dann Leitungswasser - garantiert Uranverseucht - in Kristallkelchen kredenzt. Naja, irgendwas ist ja immer.

Schließlich siedelten wir in einen Konferenzsaal um, die ganzen Diätenempfänger standen ja nicht auf Diät und hier wurden wir mit allerlei Zeugs bedient. Wir machten es uns vorsichtshalber gemütlich.

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corinaUnser Namenloses Nilpferd ist auf Weltreise - Teil 3!

Wir warteten also auf die Meldung unseres Nilpferdes. In der Zwischenzeit ging im Büro alles seinen gewohnten Gang. Es trieben sich zwar merkwürdig viele Leute auf der Straße herum, die eine Zeitung vor sich hielten, aber daraus zu schließen, wir würden beobachtet, wäre denn doch an den Haaren herbei gezogen. Oder?

5 Tage später machten wir uns große Sorgen, hatten wir doch immer noch nichts vom Namenlosen Nilpferd gehört. Wie wir tags darauf erfuhren, hatte das auch einen guten Grund.

Wir erhielten einen Anruf aus dem Kanzleramt. Schlimmer konnte es ja kaum noch kommen. Aber es kam schlimmer. Aber ich will nicht vorgreifen.

Die Kanzlerin selber bestellte uns ins Kanzleramt. Was um alles in der Welt zieht man zu einem solchen Besuch an? Rosa Kostüme stehen mir genauso wenig wie der Kanzlerin selber, das fiel also aus. Vor allem, weil ich sowas nicht mal besitze. Wir beschlossen also ganz normal in unseren Sprüche-Shirts zu gehen "Ja, ich stehe auf Killerspiele", "Zensursula", "Drakensang" - Moment, Drakensang? Ja gut, ist ein Spiel, kein Spruch, aber sowas tragen wir eben.

So gekleidet und mental gerüstet erschienen wir also im Kanzleramt. Mit meinem Killerspiele-Shirt wollte man mich erst nicht einlassen, erst als ich drohte sonst mit entblößtem Oberkörper zu erscheinen, gab man nach.

Die Runde ging an uns. Leider war es die Einzige.

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corinaUnser Namenloses Nilpferd ist auf Weltreise - Teil 2!

So, da saß unser Nilpferd also im Flieger. Nun kann ja nix mehr schief gehen, dachten wir. Wir klopften uns nochmal ab und rückten unsere Kleidung zurecht, da das Nilpferd nur mit sanfter Gewalt und viel Drüclen überhaupt an Bord gepasst hatte. Da waren so viele Kabel und Elektrik, wir dachten schon, das würde niemals passen.

Man sollte jedoch nicht unterschätzen, was die Bundeswehr so alles auf kleinstem Platz unterkriegt. Das Nilpferd konnte zwar nicht auf DIN-A 4 gefaltet werden, aber irgendwie klappte die Unterbringung mit Hin- und Herschieben diverser Einzelteile dann doch.

Wir winkten der Maschine nach, während der Tower uns zu Ehren "Über den Wolken" spielte. Dabei regnete es ausnahmsweise gar nicht.

Es war mittlerweile schon spät und wir gingen dann alle nach Hause. Mitten in der Nacht klingelte dann unser Telefon. Die deutsche Botschaft war am anderen Ende der Leitung. Es täte ihnen leid, aber unser Nilpferd wäre noch nicht in Ägypten sondern kreise um den Iran. Der Sprit ginge zur Neige und wir sollten uns auf das Schlimmste gefasst machen. Was um alles in der Welt hatte dieses Flugzeug da verloren? Eigentlich gingen uns nur 3 Buchstaben durch den Kopf: WTF?

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corinaUnser Namenloses Nilpferd ist auf Weltreise!

Da wir nicht wissen, wie lange das noch dauert, muss ich also kurz einspringen und erzählen, wie es dazu kam.

Tja, angefangen hat es damit, dass unser Nilpferd sich einsam fühlte und einen Stammbaum erstellen wollte. So richtig mit Abstammung bis hinauf zum Urvater der Nilpferde. Ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen, wenn Ihr mich fragt, aber unser Nilpferd wollte nicht hören und fing an zu recherchieren.

Dank der freundlichen Mithilfe des afrikanischen Flusspferd-Konsulats  konnte es auch seine Geburtsstätte ausfindig machen - den Kruger-Nationalpark. Während unser Nilpferd so recherchierte, bekam es eine Anfrage vom deutschen Flusspferd-Konsulat. Es erfuhr, dass vor ca. 120.000 Jahren eventuell Vorfahren von ihm am Rhein gelebt haben. Es gab dort Knochenfunde und nun wollte das Konsulat wissen, ob es bereit wäre zu helfen.

Eine Gruppe von Wissenschaftlern wollte seine DNA haben, um sie mit den Resten der DNA aus den Knochenfunden zu vergleichen.

Ihr könnt Euch vorstellen, unser Nilpferd war Feuer und Flamme.

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